Verbale Kommunikation – 10 Top Tipps!

Verbale Kommunikation - 10 Top Tipps

Verbale Kommunikation ist Bestandteil jeden Tages, egal ob beruflich oder privat. Menschen für etwas begeistern, in Konflikten beruhigend wirken oder andere von Dingen überzeugen... Sie benötigen Methoden und Mittel verbaler Kommunikation.

Interessant wie wenige Menschen wirklich versuchen Ihre verbale Kommunikation stetig weiterzuentwickeln. Denken Sie einfach mal zurück wie viele Gespräche Sie bereits geführt haben und wie oft Sie sich vielleicht im Nachhinein gewünscht haben, dass gerade Ihre verbale Kommunikation besser hätte sein können.

Hier sind ein paar grundlegende Tipps für Ihre verbale Kommunikation in der privaten und beruflichen Anwendung.

1. Erst denken, dann sprechen

Wenn Sie wissen was Sie sagen möchten ist Ihre Nachricht klarer und auf den Punkt. Das Ergebnis: Ihre Botschaft kommt deutlich an und bleibt so natürlich auch eher in Erinnerung. Fragen Sie sich während eines Gespräches immer wieder was der Zweck des Gesprächs ist und was Ihr persönliches Ziel ist - bevor Sie sprechen.

Sofern es möglich ist, lassen Sie stets die andere Person zuerst sprechen, was es Ihnen ermöglicht nicht immer wieder mit neuen Ansätzen beginnen zu müssen.

2. Verbale Kommunikation - Keine Pausen

Kleinere Redepausen, die mit „äh“, „hmmm“, „naja“, „sozusagen“ etc. gefüllt werden, machen Ihre Aussagen schwammig und Sie verlieren womöglich an Glaubwürdigkeit und Überzeugung. Wie können Sie es vermeiden? Sobald Sie merken, dass Sie eines dieser Worte sagen möchten, halten Sie inne. Holen Sie kurz (oder auch lang) Luft und sprechen Sie dann weiter. Nutzen Sie kürzere Sätze und sollten Sie nicht wissen was Sie sagen sollen, machen Sie eine vollständige Pause (in der Sie gar nichts sagen).

Zusätzlich hilft es wenn Sie sich in Ihrem Thema bzw. in dem was Sie sagen wollen, gut auskennen. Automatisch sprechen Sie flüssiger.

3. Achten Sie auf Ihre Körpersprache

Ein Punkt, der nicht nur die verbale Kommunikation betrifft. Verbale Kommunikation macht nur ca. 7% der Gesamtkommunikation aus. Aus diesem Grund können Sie Körpersprache und Betonung natürlich nicht außen vor lassen.

Körpersprache ist ein riesiges Feld für sich. Für den Moment könnten Sie einfach ein paar einfache Grundlagen beachten. Gerade stehen, Augenkontakt beibehalten, Lächeln und auf Hand- und Armbewegungen achten. Ganz wichtig ist, dass Ihre Körpersprache und Ihre verbale Kommunikation aufeinander abgestimmt sind. Im Zweifelsfall achten Menschen mehr auf Ihre Körpersprache und Ihre Betonung als nur auf die Worte, die Sie sprechen.

4. Machen Sie sich Notizen

Viele, viele Situationen in denen sich Menschen „falsch“ oder ganz einfach schlecht ausdrücken haben einen einfachen Grund: Sie sind nicht vorbereitet. Machen Sie es sich zur Gewohnheit stets ein Notizbuch, einen Block o.ä. mit sich zu führen, so dass Sie Ideen sofort aufschreiben können.

Es ist ganz einfach unmöglich alles zu behalten was Sie als gut oder sinnvoll erachten. In Meetings und bei geschäftlichen Treffen empfiehlt es sich z.B. immer die Namen der anderen Person aufzuschreiben. In einem Gespräch zugeben zu müssen, dass Sie sich den Namen einer Person nicht merken konnten ist peinlich - und unnötig!

5. Seien Sie offen für Ideen

Die vier gefährlichsten Worte der deutschen Sprache sind „Das kenne ich schon.“ In dem Moment, in dem dieser Satz ausgesprochen wird, verschließt sich die sprechende Person neuen Erfahrungen, Ideen und Informationen.

Hören Sie am besten aufmerksam zu und seien Sie offen wenn Sie zuhören. Sind Sie an der Reihe, können Sie natürlich Ihre Meinung äußern. Spricht die andere Person, seien Sie offen und aufmerksam bis zum Ende des Satzes - wer weiß was mit den letzten Worten noch offenbart wird.

6. Bleiben Sie respektvoll

Gerade bei unterschiedlichen Meinungen ist verbale Kommunikation entscheidend für den weiteren Verlauf, womöglich der kompletten Beziehung. Bei Diskussionen und Konflikten offenbaren sich wahre Charaktere. Der erste Schritt des Respekts heißt: Zuhören!

Achten Sie darauf sorgfältig zuzuhören und nichts misszuverstehen. Konflikte, die auf Missverständnissen basieren sind absolut vermeidbar. Andere Meinungen und Ansichten sind völlig ok. Bleiben Sie sachlich und sagen Sie bei eigenen Aussagen stets, dass SIE der Meinung sind, dass... („Ich bin der Meinung, dass...“). Damit sprechen Sie nur für sich und nicht für die Allgemeinheit („Es ist so, dass...).

7. Der Ton macht die Musik

Verbale Kommunikation hat mit Worten und der Art und Weise zu tun wie Sie diese aussprechen. Ganz allgemein kann man sagen, dass eine weichere Stimme auch mit einem „weicheren“ Gemüt in Verbindung gebracht werden.

Allgemeine Assoziationen beinhalten außerdem: Tiefe Stimme bedeutet Kompetenz und Selbstvertrauen. Hohe Stimme bedeutet Euphorie und Freundlichkeit. Natürlich kratzen diese Informationen nur an der Oberfläche.

UND: Erheben Sie nie ohne große Not Ihre Stimme!

8. Nicht ablenken lassen!

Eine der besten Dinge, die Sie in Gesprächen (nonverbale UND verbale Kommunikation)
tun können ist folgende: Schenken Sie Ihrem Gegenüber Ihre volle Aufmerksamkeit. Es ist leicht, sich durch die kleinsten Dinge ablenken zu lassen. Wenden Sie Ihren Blick während eines Gesprächs ab, so wirkt das nicht nur desinteressiert, sondern auch respektlos und unfreundlich. Kurz: Sie machen sich damit keine Freunde!

Sorgen Sie dafür, dass zumindest von Ihrer Seite aus Ablenkungen auf ein Minimum reduziert werden. Kein Mobiltelefon, ein ruhiger Raum, kein Fernsehen etc. Egal was Ihr Gegenüber tut, bleiben SIE aufmerksam.

9. Stellen Sie Fragen

Wer fragt führt!
Viel wichtiger noch: Stellen Sie Fragen, so finden Sie Informationen heraus (was mag Ihr Gesprächspartner? Was sind Vorlieben, Abneigungen, Gewohnheiten, aktuelle Situationen usw.?). Außerdem signalisieren Sie Interesse an der anderen Person. Fragen sind, was verbale Kommunikation angeht, ein sehr bekanntes Werkzeug, welches allerdings die wenigsten Menschen wirklich sinnvoll einsetzen.

Für geplante Termine und Meetings überlegen Sie sich im Vorfeld ein paar gute Fragen. Im Idealfall mag Sie Ihr Gesprächspartner allein aufgrund der Art der Fragen, die Sie stellen.

10. Verbale Kommunikation heißt auch zuhören

Spricht Ihr Gegenüber, so schenken Sie ihm/ihr Ihre vollste Aufmerksamkeit. Eine hervorragende Möglichkeit ein guter Gesprächspartner zu sein ist ein guter Zuhörer zu sein. Kommunikation ist ein Hin und Her, der eine redet und der andere hört zu. Sehen sie Zuhören nicht nur als passiven Teil. Sehen Sie es so, dass Sie durch Ihr Zuhören die andere Person in Ihrer Kommunikation unterstützen.

Berücksichtigen Sie stets, dass ALLES Kommunikation ist. Sie kommunizieren mit sich selbst und Sie kommunizieren mit anderen (das betrifft selbstverständlich nonverbale UND verbale Kommunikation). Wahre Meisterung der Kommunikation kann man wahrscheinlich so gut wie gar nicht erreiche, da jeder Mensch, jedes Gespräch und jede Entwicklung individuell und anders ist.

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