Stress abbauen

Stress abbauen

Stress abbauen zu können ist wohl eine der wertvollsten Fähigkeiten heute. Durch die täglichen Belastungen, die Sie haben, ist ein entsprechender „Auslass“ oder auch Ausgleich immer wichtiger.

Stress ist ein schleichender Killer!

Um zunächst einmal einen häufig verbreiteten Irrtum aufzuklären... Stress ist kein Zustand! Es ist eine Reaktion. Wäre Stress keine individuelle Reaktion, so würde jeder Mensch in derselben Situation gestresst reagieren oder auch nicht. Da dem nicht so ist und jeder von uns in unterschiedlichen Situationen bestimmte „Auslöser“ erfährt, ist Stress eine Reaktion auf genau diesen Auslöser. Und sehr individuell.

Auf der positiven Seite bedeutet das, dass Sie sich bzgl. Ihrer Stressoren „nur“ jemanden zum Vorbild nehmen müssen, der damit gelassen oder entspannt umgeht, und ihn/sie nach dem entscheidenden Rezept fragen.

Der Begriff „Stress abbauen“ ist daher ein wenig irreführend, da es ja, wie gesagt, eine Reaktion und kein Zustand ist. Demzufolge ist das Abbauen natürlich etwas missverständlich ausgedrückt. Stress abbauen bzw. auf mögliche Stressfaktoren anders als bisher zu reagieren, können Sie mit Hilfe verschiedener Techniken relativ einfach erlernen.

Stress entsteht im Kopf!

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Konkret bedeutet das, dass Sie mit Ihrer individuellen Wahrnehmung einer bestimmten Situation etwas bestimmtest assoziieren, welches Sie mit Stress reagieren lässt. Der „Fehler“ liegt also in der Assoziation und nicht im Stressfaktor selbst.

Beispiel: Zwei Personen laufen durch den Park. Als ein Hund über eine Wiese auf die beiden zuläuft, bleibt Person 1 ganz ruhig und redet normal weiter. Person 2 jedoch assoziiert mit dem Hund eine negative Erfahrung aus der Vergangenheit, in dem das Gehirn gelernt hat, dass Hunde eine Bedrohung sind (zumindest sein können). Die Assoziation Hund=Bedrohung führt zur Stressreaktion. Person 1, die diese Assoziation (vielleicht aufgrund der fehlenden negativen Erfahrung) nicht hat, nimmt den Hund womöglich nicht einmal richtig wahr.

Um also Stress abbauen zu können, könnten Sie zunächst die Ihnen bekannten Stressoren identifizieren. Ein zweiter Schritt wäre die damit verbundenen Assoziationen gründlich zu hinterfragen. Dabei stellen Sie in der Regel fest, dass diese nicht nur zum Teil nicht stimmen, sondern z.T. sogar völlig falsch sind.

Dem Thema - Stress abbauen - wird (nicht zu unrecht) eine große Bedeutung beigemessen, jedoch häufig auf einer falschen Annahme (das Stress ein Zustand ist) basierend.

Für die Dissoziation (das „Ent-Assoziieren) gibt es verschiedene Techniken, von denen wir Ihnen im Portal natürlich einige vorstellen und demonstrieren. Das „Gute“ an diesem Thema (Stress abbauen) ist, dass es wirklich eine Vielzahl unterschiedlichster Ansätze und Interventionen gibt. Somit haben Sie eine große Auswahl an bestimmten Techniken, die für Sie in Frage kommen könnten.

Stress abbauen - 3 kurze Tipps

Natürlich gibt es unzählige Möglichkeiten Stress Reaktionen vorzubeugen und potentielle Reize oder Stressoren präventiv anzugehen.

Hier sind für Sie drei wirklich einfache, knappe und umso wirkungsvollere Möglichkeiten Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Was überhaupt wichtig ist zu wissen:
Drei Bereiche sorgen für eine Balance, die bei Ihnen verhindert, dass Stress-Reaktionen aufkommen.

Ernährung (ausgewogen, gesund, regelmäßig)
Aktivität (regelmäßig, herausfordernd, im richtigen Maß)
Regeneration (Schlaf, Meditation etc. - ausreichend!)

30 Minuten Aktivität / Tag

Es muss nicht zwingend Sport sein!
Natürlich ist sportliche Aktivität die beste Möglichkeit. Worum es hier geht ist, dass Sie Ihren Körper zumindest für 30 Minuten am Tag fordern und bewegen. Sie können laufen gehen oder einfach „nur“ spazieren. Es ist hinlänglich bekannt, dass Sport Endorphine ausstößt und für Glücksmomente sorgt.

Wichtig ist, dass Sie für angestaute Energie ein effektives Ventil haben. Sportliche Aktivität ist dafür bestens geeignet. Sollten Sie keinen Sport haben, der Ihnen bislang gefällt, so erörtern Sie die Vielzahl von Möglichkeiten (Mannschaftssportarten, Laufen, Schwimmen, Kampfsport, Wassersport, Klettern, Crossfit... die Möglichkeiten sind unbegrenzt).

Der menschliche Körper ist für Bewegung gemacht, konzipiert und auch „ausgerüstet“. Und Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil für einen ausbalancierten Lebensstil und auch um zum Stress abbauen.

15 Minuten Meditation / innere Ruhe pro Tag!

Neben der körperlichen Aktivität benötigt auch der Kopf eine gewissen „Behandlung“. Hier ist es das genaue Gegenteil. Der Körper benötigt häufig Bewegung und der Kopf Ruhe!

Die einfachste Form ist die Meditation, die Sie täglich überall durchführen können. Egal wie lang Sie mögen, von 5 Minuten bis hoch zu einer Stunde - Meditation ist sehr wirkungsvoll für den Stressabbau. Und noch wichtiger für die Stress Prävention.

Schlafen Sie mindestens ... Stunden pro Nacht

Die Sache mit dem Schlafen...

Was ist denn jetzt die „perfekte“ Anzahl von Stunden Schlaf pro Nacht?
Nun, da jeder Körper, jeder Stoffwechsel und jede individuelle Belastbarkeit völlig unterschiedlich von Mensch zu Mensch sind, ist eine pauschale Zahl hier natürlich Blödsinn.

Es ist ja auch nicht für jeden dieselbe Menge Wasser/Tag oder Anzahl von Kohlehydraten/Tag sinnvoll.

Zwischen 6-8 Stunden sollten es sein. Natürlich kommen manche mit weniger Schlaf aus.
Das Problem: Dauerhaft zehrt es am Körper und deshalb nicht empfehlenswert.

Schlafen Sie so, dass Sie regenerieren können und morgens nicht so lange schlafen, dass Sie nicht richtig aus dem Bett kommen. Für die meisten Menschen ist das zwischen 7-8 Stunden.

Führen Sie sich einfach vor Augen warum Schlaf so wichtig ist:

Ihr komplettes System muss und soll runterfahren und wieder aufladen. Und deshalb ist Schlaf mehr als nur Schlaf. Es ist Regeneration und Prävention gleichermaßen und hilft beim Stress abbauen.

Bedenken Sie noch einmal, dass Stress ein schleichender Killer ist und die meisten Menschen, die stressbedingte Krankheiten entwickeln, die ersten Symptome zunächst deutlich unterschätzen. Auch das Umgehen dieser Situation sowie vernünftiges Vorbeugen lassen sich erlernen (und natürlich haben wir auch dazu Informationen).

Wichtig ist, dass alles im Kopf entsteht und genau hier der Hebel zum Ansetzen ist! Immer!

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(2) comments

Carli 6. Juli 2016

Ich bin Studentin und bin schon in der Schule immer wahnsinnig nervös und gestresst gewesen, wenn ich einen Vortrag halten musste. Irgendwann habe ich gemerkt, dass es meist an meiner Vorbereitung lag. Fühlte ich mich sicher, war ich auch entspannter.

So ist es auch jetzt noch. Das Studium hält jedoch noch andere Herausforderungen bereit, denn gerade durch die Prüfungszeiträume gibt es immer mal Stoßzeiten, in denen man für alle möglichen Kurse Unmengen an Stoff lernen muss. Das stresst extrem. Nachdem ich diesen Artikel über Gehirnjogging (http://www.uniturm.de/magazin/lerntipps/tipps-uebungen-gehirnjogging-kostenlos-1495) gelesen habe, versuche ich ein paar Mal die Woche einige Übungen einzubauen.
Anfangs habe ich das noch täglich gemacht, aber wie das so ist wird man mit der Zeit ein wenig nachlässig. 😉

Jedenfalls kann ich mir tatsächlich Dinge besser merken und bin dadurch auch nicht mehr ganz so nervös, wenn es an die Prüfungen geht. Stressfrei zu sein scheint mir aber dennoch unmöglich. Aber das ist auch in Ordnung, denn schließlich verhilft er einem ja manchmal auch dazu kreativ zu sein und sich endlich mal an die Arbeit zu setzen.

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Micha 24. September 2016

Das sind sehr gute Tipps. Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema Stress und Stress reduzieren und habe auch eine Website über das Thema. Mir hat damals noch geholfen Prioritäten zu setzten und diese erst abzuarbeiten. Man sollte sich auf keinen Fall immer neu Dinge auf reden lassen die man erledigen soll. Erledige erst deine Sachen die dir für den Tag wichtig sind. Des Weiteren ist kann eine Tagesplanung noch hilfreich sein.

Liebe Grüße Micha 🙂

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