Der innere Schweinehund

Wie viel Macht hat IHR innerer Schweinehund über Sie?

Ganz ehrlich: Wie oft kommt es vor, dass Sie „wichtige“ Aufgaben zu machen haben, Ihre Emails bereits zum 10. mal innerhalb von 30 Minuten checken oder noch einen Kaffee machen, obwohl in der Tasse noch immer etwas vom letzten ist?

Der innere Schweinehund ist wie ein großer Wasserschlauch, der immer dann auftaucht, wenn wir gerade versuchen das Feuer zu entfachen, um etwas anzugehen oder zu beenden. Und noch bevor es sich richtig entzündet, ist es auch schon wieder aus. Wegen etwas „Wichtigem“...

NATÜRLICH GIBT ES MÖGLICHKEITEN DEN INNEREN SCHWEINEHUND ZU BESIEGEN!

Und zwar gibt es Methoden, die auch wirklich funktionieren! Wichtig ist, dass Sie diese auch ausführen, dazu aber gleich mehr. Gehen wir mal einen Schritt zurück: Es ist wichtig zu verstehen warum das, was Sie gerade machen NICHT funktioniert. Es geht hier weder um Verurteilen oder Selbstkritik, es geht darum mit einfachen Schritten diesen inneren Schweinehund zu besiegen.

Der erste Fehler!

Die meisten Menschen, die den Kampf gegen den inneren Schweinehund verlieren (oder in Prokrastination verfallen), streiten ab, dies zu überhaupt zu tun. Die Gründe, die sie anführen warum etwas nicht zustande kam/kommt sind wichtiger und natürlich absolut real... Fakt ist: JEDER führt diesen inneren Kampf zu einem bestimmten Grad. Es abzustreiten ist wie dem inneren Schweinehund permanent Futter zu geben und ihm die Macht über sich selbst zu übertragen.

Sie kennen das vielleicht aus anderen Bereichen. Der Raucher sagt, dass er jederzeit aufhören könnte, der Trinker hat kein Alkoholproblem und der Spieler hat alles im Griff. Sicherlich drastische Vergleiche - es geht ums Prinzip. Der erste Schritt ist also: Zugeben, dass Ihr innerer Schweinehund da ist und dass er (je nachdem) mächtig ist.

Der innere Schweinehund

Der zweite Fehler!

Es wird endlos und immer wieder analysiert WARUM man eigentlich zu nichts kommt und was Ihr innerer Schweinehund doch alles so mit einem macht. Ein Klassiker unter den Fehlern in diesem Bereich. Der analytisch rationale Teil des Gehirns wird aktiv und sagt: Ok, ich bin entschlossen genau herauszufinden warum ich dem inneren Schweinehund immer wieder erliege. Was könnte die Ursache dafür sein?

Und Sie werden tatsächlich aktiv und beginnen voller Elan zu analysieren. Und es kommen eine Menge guter Ursachen zusammen.

Vielleicht ist das Projekt doch nicht so meins...
Vielleicht habe ich einfach Angst zu versagen.
Vielleicht müsste ich meine Prioritäten anders setzen.
...

Geben Sie noch ein wenig Zeit und vielleicht ein kleines bisschen Angst mit hinzu und Sie finden endlos weiter Gründe und Ursachen dafür, warum der innere Schweinehund Sie dazu bringt nicht wirklich etwas zu schaffen.

Die Gründe sind bekannt, es kann losgehen! Oder...?!

FALSCH!!

Alles was Sie nun wirklich haben, sind zig weitere Gründe, die diesem inneren Schweinehund helfen mehr Macht über Sie auszuüben. Und dank der eingehenden Analyse haben Sie nun mehr als jemals zuvor. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr innerer Schweinehund Sie jetzt noch fester im Griff hat ist deutlich höher als vorher, gerade mit all diesen Gründen und Ursachen vor Ihren Augen.

„Kein Wunder, dass ich nicht mehr schaffe. Bei all diesen Dingen, mit denen ich zu kämpfen habe...“

Sie zögern hinaus und zögern hinaus, indem Sie zuviel Zeit damit verbringen, herauszufinden warum Sie alles hinauszögern!?!

Halt! Es ist Zeit für eine neue Herangehensweise. Eine, die funktioniert!

Anstatt sich zu sehr um das WARUM Ihres inneren Schweinehundes zu kümmern, konzentrieren Sie sich auf das WO und WIE des ganzen Vorgangs.

ES IST EINFACH!

Sie müssen sich selbst nur beobachten - ganz neutral und ohne, dass Sie sich selbst verurteilen. Achten Sie darauf wann der innere Schweinehund am größten zu sein scheint und auf die Aktivitäten, die Sie dann wählen zu tun. Am besten ist es, wenn Sie sich ein paar Notizen machen.

NUR dann haben Sie Möglichkeit neue Verhaltensweisen so gezielt zu entwickeln, dass Sie direkt umgesetzt werden können. Der Unterschied: Sie gehen gezielt und strategisch vor. Wenn Sie wissen wann Sie „gefährdet“ sind, können Sie Gegenmaßnahmen einläuten. Wenn Sie zusätzlich wissen wie Sie „gefährdet“ sind, haben Sie zwei Möglichkeiten anzusetzen.

Beispiel:
Immer nach dem Snack um 10:30 verfallen Sie in ewiges Surfen im Internet. Sie wissen, dass es um diese Uhrzeit Zeit wird etwas zu verändern. Zum Beispiel erstmal gar nicht an den Rechner zu gehen und anderes zu erledigen, wofür Sie den Rechner nicht benötigen. Oder Sie schließen das Internet für 1 Stunde und sind so gezwungen etwas anderes (produktives) zu tun.

Natürlich sind dies nur kleine Beispiele, es geht um den Sinn. Versuchen Sie es einmal!

Leave a Comment:

Leave a Comment: