Hypnosetherapie: Die eigenen Ängste überwinden

In schwindelerregender Höhe, schaut man auf das Schwimmbecken hinab. Die Hände werden feucht und die Knie schlottern –als kleines Kind hat beinahe jeder dieses Gefühl erlebt, als er zum ersten Mal auf dem Drei-Meter-Turm stand. Die Angst zu überwinden und den Sprung zu machen, ist ein wichtiger Schritt im Leben. Doch auch im Alltagsleben gibt es immer wieder Situationen, in denen wir wieder auf dem Sprungbrett stehen und uns nicht trauen zu springen…

Angst ist ein natürlicher Schutz

Die größte Hürde, um etwas zu überwinden, sind meist wir selbst. Ängste und Panik stehen uns im Weg Dinge zu tun, die eigentlich nicht schwer oder gefährlich sind. Beispielsweise, wie die Angst vorm Zahnarzt oder im Job sich davor zu fürchten, den Chef nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Verstehen Sie es nicht falsch, Angst ist keinesfalls eine schlechte Eigenschaft. Vielmehr ist sie ein natürlicher Schutzmechanismus, der uns vor Gefahren warnt. Doch wenn die Angst überhandnimmt und uns daran hindert Dinge zu tun, die in Wirklichkeit harmlos sind, sollte etwas dagegen unternommen werden.

Wann sollten Ängste behandelt werden?

Ängste werden dann als krankhaft eingestuft, wenn eine oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt werden:

– Die Angst ist permanent vorhanden
– Sie tritt anfallsweise ohne sichtliche Gefahren auf (Panik)
– Es treten Ängste vor ungefährlichen Situationen oder Dinge auf (Phobie)

Was die Ängste befördert

So gibt es auch zahlreiche Faktoren, die das Entstehen von Angstproblemen begünstigen, beispielsweise eine blühende Fantasie und kreative Ideen. Denn diese große Vorstellungskraft macht es leichter, sich schreckliche Endsituationen auszumalen und eine negative „Was wäre wenn?“-Haltung zu befördern. Aber auch Perfektionismus, übermäßige Kontrollbedürfnisse und Geringe Selbstachtung könnten die Ursachen für verstärkte Angstzustände sein. Fest steht jedoch, dass all die Ursachen für die Ängste im Kopf entstehen und dort müssen Sie auch behandelt werden.

Hypnosetherapie gegen Ängste

Am sinnvollsten sind da Hypnosetherapien gegen die Ängste, da diese gleich die Problematik im Kopf angreifen. Hypnose ist keinesfalls als „Humbug“ zu betrachten, denn medizinisch gesehen ist sie bei Verhaltensproblemen, Neurosen und psychosomatischen Erkrankungen eine der erfolgreichsten Heilmethoden und ist sogar in den Leistungen der deutschen Krankenkassen enthalten. Wie die Hypnosetherapie funktioniert, lässt sich leicht erklären: Stellen Sie sich vor, die Ängste sind fixe Ideen, deren Ursprung mit Hilfe der Hypnose ausfindig gemacht wird. Diese werden dann in eine bessere, positive Idee umgedeutet. Das ist das Prinzip der Hypnose: im Unterbewusstsein eine Suggestion zu pflanzen, quasi das Unterbewusstsein „umzuprogrammieren“. In der Regel sind mehrere Sitzungen notwendig um Ängste und Phobien zu heilen. Das Ganze hat also nichts mit der Show-Hypnose zu tun, bei der einmal mit dem Pendel geschwenkt wird und der Patient angeblich schlagartig einschläft. Bei der therapeutischen Hypnose werden Sie in einer Form der Tiefenentspannung mit Wachbewusstsein behandelt.

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2 comments
Ildiko says 16. März 2014

Ich höre ja immer wieder von Hypnosetherapien und ich finde es auch faszinierend. Es gibt da eine Sache, die ich gern angehen würde, aber ich merke eben, dass ich so nicht weiter komme.

Ich denke bei dieser Art von Angst würde tatsächlich Hypnose helfen. Aber dann sind immer wieder Zweifel da, ob das wirklich was bringt und dieses „Das hört sich viel zu einfach an, das kann nicht funktionieren.“- Gefühl.

Es ist erschreckend, die blühende Fantasie, Kontrollbedürfnis und der Hang zum Perfektionismus sind bei mir vorhanden. das führt natürlich automatisch zu diesen Ängsten, eben bestimmte Dinge nicht gut genug zu machen etc.

Solche Artikel wecken immer wieder die Neugierde in mir, es doch mal mit der Hypnosetherapie zu versuchen.
Letztlich kann es einen ja nur weiterbringen, oder?

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Irma says 13. Februar 2016

Ich danke Ihnen für diesen interessanten Artikel. Phobien und Ängste begegnen uns immer wieder im Leben. Manche davon können auf Dauer bestehen bleiben. Dagegen kann man etwas tun. Ihr Artikel gibt da wirklich aufschlussreiche Informationen, gerade was die Hypnose anbelangt.

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